Kiinesiologische Tapes

Kiinesiologisches Taping - eine neue, revolutionäre Methode

Siegfried Breitenbach,
Physiotherapeut der Deutschen Triathlonnationalmannschaft

In der Fußball-Bundesliga, beim Tennistu­nier in Wimbeldon oder bei internationalen Leichtathletikmeisterschaften fallen sie immer öfter ins Auge: Farbige Tapes im Nacken, an der Archillessehne, am Hand­gelenk von Sportlern. Die bunten Aufkle­ber wirken wie ein auffälliges Accessoire. Tatsächlich stehen sie aber für eine neue revolutionäre Methode zur Behandlung von Schmerzzuständen und Bewegungs­einschränkungen. Kinesiologisches Taping heißt diese neue Behandlungsmethode, die in kurzer Zeit zum therapeutischen „Wundermittel" avanciert ist. Denn im Gegensatz zu konventionellen Verbänden, Pflastern und Tapes schränkt das Kinesiologische Tape die Bewegugsmöglichkeiten nicht. Im Gegenteil: Es fördert und unterstützt diese.

Eine japanische Erfindung
In den 80er Jahren machte ein japanischer Chiropraktiker die Erfahrung, dass die Behandlung seiner Patienten oft nur kurzfristigen Erfolg brachte und sie mit den gleichen Beschwerden sehr schnell wieder in seine Praxis kamen. Er begann darauf hin mit verschiedenen Tapematerialien zu experimentieren. Zusammen mit dem japanischen Unter­nehmen Nitto Denko Corp. entwickelte er schließlich das Kinesiologische Tape. Es zeigte erstaunliche Wirkungen bei seinen Patienten. Mittlerweile hat sich diese Methode über Asien und Amerika bis nach Europa verbreitet. Durch den Einsatz im Hochleistungssport bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 und Turin 2006, sowie während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurden Mediziner, Therapeuten und auch viele Patienten auf die neue Therapieform aufmerksam. In Deutschland und dem europäischen Raum kennt man sie nun unter dem Namen K-Active Taping.

Ein Tape wie eine zweite Haut
Das entwickelte Material unterscheidet sich grundlegend von anderen Tapes: Es ist der Haut in seinen Eigenschaften wie Dicke, Schwere und Dehnfähigkeit nachempfunden.

So kann das Tape feine sensorische Informationen über die Rezeptoren der Haut an den restlichen Körper weiterge­ben. Dadurch werden körpereigene Heilungsmechanismen bei Verletzungen angeregt, Schmerzzustände reduziert und gleichzeitig die Bewegungsmöglichkeit verbessert. Die Wirksamkeit des K-Active Tapes erklärt man sich u. a. über eine Verbesserung des Lymphsystems und der Mikrozir­kulation, durch Druckentlastung von Rezeptoren, über die Schmerzdämpfung, durch Korrektur von Gewebestruktu­ren, durch eine verbesserte Muskelfunktion und über den positiven Einfluss auf innere Organe (Haut-Eingeweide­Reflexe).

Vielseitig in der Anwendung
Das K-Active Tape ist sehr vielseitig in der Anwendung. Es gibt verschiedene Anlageformen, die es dem Therapeuten ermöglichen, individuell auf das Krankheitsbild des Patien­ten einzugehen. Mit der Ligamenttechnik können bei­spielsweise gerissene Bänder des Kniegelenks stabilisiert werden. Die Sehnentechnik an der Achillessehne befreit Sportler von quälenden Schmerzen.
Selbst für die Behandlung innerer Organe ist das Tape geeignet: Reflektorisch eingesetzt, wirkt es über die Reflexzonen der Haut und stimuliert innere Organe. Bei Patienten mit Blutergüssen, Schwellungen oder Ödemen (z. B. nach Verletzungen und Operationen) wird das K-Active Tape sehr erfolgreich zum schnelleren Abtrans­port der Flüssigkeit im Gewebe eingesetzt.

Mediziner und Therapeuten empfehlen K-Active Taping u.a. bei:Schulter-, Hüft- und Knieschmerzen, sowie damit verbu

  • Schulter-, Hüft- und Knieschmerzen, sowie damit verbundene Bewegungseinschränkungen (Muskel­Kapsel-Bandstrukturen)
  • Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen (Bandscheibenvorfall, Schleudertrauma, Instabilitäten der Wirbelsäule)
  • Sportverletzungen (Blutergüsse, Zerrungen, Muskelfa­serrisse, Achillessehnenreizung, Tennis- und Golferarm)
  • Menstruationsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, während und nach der Schwangerschaft

K-Active Tape aktiviert die Heilung
Dass Bewegungen bei jeder Krankheit oder Verletzung den Heilungsprozess fördert, hat sich inzwischen in der Medizin durchgesetzt. Selbst nach schweren Operationen werden Patienten angehalten, sich sobald als möglich wieder zu bewegen. Aus diesem Grunde ist das Ziel des K-Active Tapings, die Bewegung nicht einzuschränken, sondern zu fördern. Alle Aktivitäten des täglichen Lebens, beim Sport, bei der Arbeit und in der Freizeit können ungehindert ausgeübt werden. Selbst Duschen und Baden ist mit dem K-Active Tape möglich, da das Material wasserabweisend ist. So aktiviert K-Active Tape die Heilung und schränkt die normalen Lebensabläufe des Patienten kaum ein. Bei richtiger Anlage empfindet der Patient schon nach wenigen Minuten nicht mehr, dass er überhaupt beklebt worden ist.

Spezialisten für K-Active Taping
Das K-Active Tape wird entsprechend eines ganzheitlichen Ansatzes am Körper angebracht. Daher muss das richtige Anlegen des Tapes von dem medizinischen Fachpersonal erlernt werden. Auf der Homepage von K-Active erfahren Sie unter www.k-active.com mehr über die Geschichte, über die Ausbildungskonzepte und das lnstruktorenteam.

Ebenfalls können dort speziell ausgebildete Mediziner und Therapeuten, die das K-Active Taping bereits erfolgreich anwenden, in der Therapeuten-Suche abgerufen werden.

veröffentlicht in: Portal Sport- und Rehabilitationskliniken (2008)
Herausgeber: Institut für Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Zur Geschichte von kinesiologischen Tapes

Jede Überlastung verletzt das Bindegewebe (Faszien) die sich langsamer bewegen als die Muskulatur. Dadurch braucht das Bindegewebe bei jeder Dehnung und sportlichen Übungen mehr Zeit sich daran zu gewöhnen. Das Gewebe verliert bei Verspannungen und Verkrampfungen an Elastizität,darum sollte alles was an Behandlungen darüber hinaus geht ( biologische Grenze) sanft sein. Die meisten Behandlungsmethoden arbeiten an den verspannten Körperteilen und an dem Gewebe. Mit Unterstützung klassischer Bandagen, die das Gewebe fixieren und in eine starre Ruhestellung bringen. Diese Behandlungsmethode führt dazu das sich nicht beanspruchte Muskeln zurück entwickeln und später erst wieder aufgebaut werden müssen, durch Sport oder Krankengymnastik. Es können sogar Stauungen im Blut-und im Lymphsystem auftreten. Was zu einer Verzögerung und zu einem traditionellen längeren Heilungsweg führt.
Dies beeinträchtigt die Lebensqualität und Leistung des Betroffenen, da die Schmerzen und der lange Heilungsweg seine volle Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.

Die Entstehung der Kinesiologischen Tapes

Vor 30 Jahren entwickelte der japanische Arzt und Chiropraktiker Kenzo Kase, ein hoch-elastisches, atmungsaktives und hautverträgliches Pflaster. Die Entstehung des Kinesiologisches Tape oder auch Kinesio Tape!
Es zeichnet sich dadurch aus dass es sich wie eine zweite Haut anlegt, und sich mit dehnt. Und dabei jede Bewegung mitmacht, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Wie eine leichte dauerhafte Massage und Stimulation der Muskulatur wirkt es schmerzlindernd und stoffwechselanregend. So werden Lymph- und Blutfluss angeregt was hilft das Entzündungen schneller heilen oder erst gar nicht entstehen.Die Kinesiologische - (Kinesio) Tape entspannt die Muskulatur und das Gewebe was zu einem normalen Stoffwechselhaushalt führt. Der Druck und Schmerz lässt nach da der Muskeltonus und das Gelenk sanft reguliert werden. Dadurch funktioniert der Körper optimal,was zur Entspannung und harmonischen Heilung führt.

Die elastischen Kinesiologischen- (Kinesio) Tape können eine positive Veränderung der Muskelaktivität- (Tonus Regulierung) bewirken, sowie:

  • Unterstützung der Gelenkfunktion
  • Schmerzreduktion
  • Entlastung des Gewebes nach Schädigung
  • Aktivierung der Blut und Lymphflusses
  • Verhinderung von Entzündungen
  • Aktivierung der Merediane und Akupunkturpunkte
  • Aktivierung der Selbstheilung

Bei folgenden Symptomen kann mittels Tapen die Heilung unterstützt werden (Beispiele):

  • Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Wirbelsäule, Schulterbeschwerden, Hüftverschiebung, Beinverkürzung
  • Zerrung, Faserisse, Muskelfaserrisse, Bänderverletzungen, Sehnenscheidenentzündungen
  • Schwellungen, Überlastungen an Muskeln, Bänder, Sehnen, Knie, Hand, Sprunggelenk
  • Tennisellenbogen, Hexenschuss
  • Knochenbrüche
  • Hämatom, Blutergüsse
  • Fehlhaltung, Körperstandskorrektur, Haltungschwäche
  • Lymphabflusstörungen
  • Fazienbeschwerden, Dysfunktion
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Menstruation, Schwangerschaft

Das kinesiologiche Tape unterstützt sanft und verbessert alle anderen Behandlungsmethoden.